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WOIDKRAFT YOGA 

a Gschicht von 

Leidenschaft & Bewegung

mei Name is Anja - sche, dass du di
für mei Gschicht interessierst!

geboren wurde ich am 03. Januar 1992 im beschaulichen Bogen. Gemeinsam mit meinen zwei Geschwistern wuchs ich am Fuße des Bayerischen Waldes auf.

Schon als Kind war ich – wenn auch ganz unbewusst – neugierig auf das Spirituelle, auf alles, was anders und nicht alltäglich war.

Ich fragte mich, warum mein Opa Weihrauch auf den Holzofen streute oder weshalb man in den Rauhnächten keine Wäsche aufhängen durfte. Diese Rituale waren für mich wie kleine Fenster in eine Welt voller Geheimnisse und Tiefe.

 

Meine Kindheit- und Jugend war geprägt von unbeschwerten Tagen im Grünen, langen Sommerabenden mit Freunden und dem unstillbaren Drang, das Leben in all seinen Facetten zu entdecken.

Ich war voller Neugier, Tatendrang und Lebensfreude – bereit, meinen eigenen Weg zu gehen, auch wenn ich noch nicht wusste, wohin er mich führen würde.

 

Mit nur 18 Jahren, im August 2010 brachte ich mein Löwenbaby zur Welt. Das Leben bekam eine neue Richtung, eine neue Tiefe und auch eine Verantwortung, die ich aus tiefsten Herzen für diesen kleinen Menschen übernahm.

Die Jahre vergingen, Alltag und Aufgaben bestimmten den Rhythmus.

 

In einer Zeit großer Herausforderungen und emotionaler Wirbelwinde fand ich mich 2018, frisch getrennt, mit der Last einer schweren Krankheit meines Papas konfrontiert. Die Diagnose war ein Schock – meine Geschwister und ich fühlten uns überwältigt von Angst, Trauer und Unsicherheit über die Zukunft.

 

Ich vertraute darauf, dass das Leben einen Sinn trägt, auch wenn ich ihn damals noch nicht sehen konnte.

 

Mit Vollzeitjob und einem achtjährigen Kind im Gepäck suchte ich nach einem Ort, an dem ich einfach nur sein konnte.

„Sport“ war die Devise – also begann ich, in jeder freien Minute meine Yogamatte auszurollen. Anfangs waren es nur kleine Inseln aus

You-Tube-Videos zwischen all dem Chaos. Doch schon bald wurden sie zu meinem Rückzugsort.

Dort war es still. Dort musste ich nichts leisten.

 

Als ich später den Schritt ins Yogastudio wagte, wurde Yoga intensiver. Ich konnte loslassen, mich spüren, tief atmen.

 

Im Februar 2020 schleuderte mich die Pandemie plötzlich ins Homeoffice. Stillstand, alles zurück auf null.

Das einzige, das floss, war die Zeit, welche die Krankheit meines Vaters fortschreiten lies.

 

Im Mai 2021 durfte ich meine wundervolle Tochter auf dieser Welt begrüßen. Sie brachte wieder ein Strahlen in unsere Familie, die mehr denn je in Angst und Unsicherheit lebte.

Anfang Oktober beschloss der Familienrat, die geliebte Oma aufgrund ihrer fortschreitenden Demenz in eine Einrichtung umziehen zu lassen.

Nur zwei Monate später, einen Tag vor Weihnachten, mussten wir uns von unserem Papa und Opa für immer verabschieden.

 

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“

 

Die ganze Familie war zutiefst betrübt – Wochen und Monate der Trauer vergingen.
 

Durch die Kraft des Yoga konnte ich den Schmerz annehmen und ihn in einen Raum der Liebe und des Friedens transformieren.

Yoga wurde mein Anker – inmitten von Sturm und Verlust immer wieder zu mir zurückzufinden.

 

Ich lernte, mich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und die Kontrolle über meine Gedanken und Emotionen zu bewahren.

Manchmal fühlte es sich an, als würde ich mich auf der Matte mit etwas verbinden, das jenseits von Worten liegt.

 

Fest entschlossen ebnete ich mir schließlich 2024 meinen Yoga Weg mit Start der Ausbildung.

Nicht, weil der Ehrgeiz mich etwas erreichen lassen wollte, sondern weil ich diesen Weg von Herzen teilen möchte.

Weil ich Menschen zeigen möchte, dass in jedem von uns eine Kraft liegt, die trägt – selbst dann, wenn das Leben seine wildesten Wellen schlägt.

 

Um das weiterzugeben, was mich selbst zurückgebracht hat -

Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.

Samhain - die Nacht in der die Schleier zwischen den Welten dünn werden.

  • Autorenbild: Anja
    Anja
  • 31. Okt. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn die Tage kürzer werden, Nebel über die Felder ziehen und das Licht der Sonne sanft verblasst, beginnt eine Zeit des Übergangs. Der Herbst verabschiedet sich, und die Natur zieht sich in ihre stille Kraft zurück. Genau hier, zwischen Licht und Dunkel, Leben und Tod, liegt Samhain – eines der ältesten Feste der Menschheit.


Was ist Samhain?


Samhain – sprich Sow-in oder Saun – ist mehr als nur ein altes Fest.

Es ist die Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn werden, die Schwelle zwischen Leben und Tod, Licht und Dunkelheit. Für unsere Ahnen markierte Samhain den Übergang vom alten ins neue Jahr – das Ende der Erntezeit und den Beginn des Winters. Es war die Zeit des Rückzugs, der Innenschau und der Ahnenverehrung.

In der Dunkelheit dieser Nacht ruhte nicht nur das Land, sondern auch die Seele. Alles, was vergehen sollte, durfte losgelassen werden – um Platz für das Neue zu schaffen.


Wann findet Samhain statt?


Samhain wird traditionell zum Dunkelmond des elften Mondes gefeiert – der Moment, in dem das Licht des Mondes völlig verschwindet und nur die Nacht regiert (21.10.2025 - Neumond)

In der modernen Zeit wird Samhain meist am 31. Oktober begangen, in der Nacht, die wir heute als Halloween kennen. Doch ursprünglich richtete man sich nicht nach dem Kalender, sondern nach den Zyklen der Natur und des Himmels.

Diese Nacht markiert den Beginn des keltischen Jahres – die Schwelle, an der Altes stirbt und Neues geboren wird. Es ist der Moment zwischen den Welten, zwischen den Atemzügen der Zeit.


Woher kommt Samhain?


Samhain stammt aus der alten keltischen Kultur und wurde vor Tausenden von Jahren auf den britischen Inseln, in Irland und Teilen Galliens gefeiert.

Für die Kelten war das Jahr in acht heilige Feste geteilt – und Samhain war das bedeutendste unter ihnen. Man glaubte, dass in dieser Nacht die Geister der Ahnen zurückkehren, um ihre Nachkommen zu besuchen.

Türen blieben offen, Kerzen wurden entzündet, und man stellte Speisen für die Verstorbenen bereit.

Mit der Christianisierung verschmolzen viele dieser Bräuche mit dem Allerheiligenfest (1. November) und Allerseelen (2. November). So wurde aus Samhain schließlich

Halloween – „All Hallows’ Eve“, der Abend vor Allerheiligen.


Doch der ursprüngliche, mystische Kern blieb lebendig – verborgen in Ritualen, Geschichten und dem Gefühl, dass in dieser Nacht die Erde selbst stillhält, um zu lauschen.


Alte Bräuche & unerzählte Mythen


In den alten Dörfern entzündete man große Feuer auf den Hügeln, um böse Geister fernzuhalten und das Licht in der Dunkelheit zu ehren. Jeder nahm ein Stück der Glut mit nach Hause, um das eigene Herdfeuer neu zu entfachen – ein Symbol für Neubeginn und Schutz.


Seherinnen und Druiden nutzten diese Nacht für Rituale der Weissagung. Es hieß, wer in Samhains Tiefe blickt – in Spiegel, Wasser oder Flamme – könne einen Blick in die Zukunft erhaschen.


Ein wenig bekannter Brauch war das „Dumb Supper“ – das stille Mahl. Familie und Freunde versammelten sich um einen gedeckten Tisch, an dem auch Plätze für die Ahnen freigehalten wurden. In völliger Stille aß man gemeinsam, um den Geistern Raum zu geben, sich zu zeigen.


Man erzählt sich, dass in der Stunde zwischen Mitternacht und Morgengrauen die Tore der Anderswelt offenstehen – für jene, die mutig genug sind, hin durchzublicken. Manche spüren in dieser Nacht ein leises Flüstern im Wind, sehen Schatten tanzen oder fühlen einen vertrauten Hauch – Zeichen derer, die einst waren und nie ganz gingen.


Samhain heute


Heute ehren viele Menschen Samhain wieder als Zeit des Loslassens und der inneren Einkehr. Es ist die Gelegenheit, sich mit den Ahnen zu verbinden, Dankbarkeit zu üben und die Dunkelheit nicht zu fürchten, sondern als Teil des Lebens zu umarmen.


Denn Samhain erinnert uns:


  • ohne Dunkelheit kein Licht

  • ohne Tod kein Neubeginn

  • und ohne Erinnerung keine Zukunft



Ich danke dir von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, in diese alten Geschichten einzutauchen.


Vielleicht durfte dieser kleine Ausflug in vergangene Zeiten dich für einen Moment entschleunigen.



 
 
 

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